Wehrmedizinische Monatsschrift

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Inhaltsverzeichnis
Editorial
Editorial
Tropenmedizin /​ Infektiologie
20 Jahre Fachbereich Tropenmedizin – „Kann man machen…Soll man auch?“



Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizinische Mikrobiologie im Wandel







Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropendermatologische Versorgung am Bundeswehrkrankenhaus Hamburg in Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin:​ Historische Entwicklung,​ klinische Fallbeispiele und zukünftige Herausforderungen






Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizinische Entomologie in der zivil-militärischen ­Zusammenarbeit mit dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin

Tropenmedizin /​ Infektiologie
Weiterentwicklung des Lehrgangs Barrier Nursing:​ Ein universelles taktisches Prinzip für den Infektionsschutz


Tropenmedizin /​ Infektiologie
Tropenmedizin in der Identitätskrise? Was mich mein „Tropenjahr“ darüber gelehrt hat


Tropenmedizin /​ Infektiologie
Infektionskrankheiten und Vigilanz – ein Aufruf zu multidisziplinärer militärmedizinischer Infektionsforschung





Varia
Comparative Measurement of Heart Rate and Respiratory Rate Using a Contactless Radar System







Varia
„Fast-Track“ in der wehrmedizinischen Begutachtung – Entwicklung und Implementierung eines strukturierten Begutachtungsprozesses




Varia
Vom Bettenbestand zur echten Krisenkapazität:​ Wege zu einer resilienten Verwundetenversorgung in Deutschland




Tagungen und Kongresse
Bericht von der 8.​ ARKOS-Tagung im Kloster Banz
Aus dem Sanitätsdienst
Resilienzforschung am Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr ausgezeichnet
Aus dem Sanitätsdienst
Habilitation von Oberstabsarzt Privatdozentin Dr.​ med.​ Simone ­Schüle für das Fachgebiet Radiologie an der Universität Ulm
Aus dem Sanitätsdienst
Nachruf auf Professor Dr.​ Norman Rich
Mitteilungen der DGWMP e.​ V.​
Geburtstage Oktober 2026
Aus dem Sanitätsdienst PDF

Resilienzforschung am Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr ausgezeichnet

Alexander Witzkia, Manuela Andrea Hoffmanna, b

a Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr, Außenstelle Koblenz

b Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr, Andernach u. Außenstelle Koblenz, Universitätsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und Medizincampus Koblenz der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz

„Resilient im Einsatz. Gesund im Leben.“ Unter diesem Leitspruch forscht das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr (InstPrävMedBw) zur Resilienz von Soldatinnen und Soldaten und widmet sich dabei Forschungsfragen, die im zivilen Bereich nicht untersucht werden. Als Ressortforschungseinrichtung des Bundes schließt das Institut damit nicht nur eine Forschungslücke hinsichtlich des Erhalts und der Förderung der soldatischen Gesundheit und Leistungsfähigkeit, sondern leistet auch einen entscheidenden Beitrag zur Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr.

Auf der diesjährigen A15+-Tagung des Psychologischen Dienstes in Potsdam wurde die Resilienzforschung des InstPrävMedBw mit einem Bestpreis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Wehrpsychologie gewürdigt, der an Oberregierungsrätin Dr. Kristina Küper aus dem Fachbereich „Psychische Leistungsfähigkeit“ verliehen wurde.

In ihrer Laudatio hob die Referatsleiterin für Psychologische Fachaufgaben, Ministerialrätin Susanne Bruns, neben dem hohen methodischen Anspruch und der Professionalität der Forschungsarbeit insbesondere die Lösungs- und Anwendungsorientierung der Forschungsansätze hervor, die in gezielten Trainingsmaßnahmen für die Bundeswehr und ihre Partner münden.

Dazu gehört beispielsweise das Operational Resilience Training, ein einsatzvorbereitendes Resilienztraining, das von NATO-Partnern aus Norwegen und den USA entwickelt wurde und das sich in der Ausbildung ukrainischen Sanitätspersonals bewährt hat. Das InstPrävMedBw zeichnet nicht nur für die Evaluation des Trainings an den deutschen EUMAM-Ausbildungsstandorten verantwortlich, sondern setzt ab Mitte 2026 auch ein eigens konzipiertes Sonderforschungsvorhaben um, in dem das Training für die bundeswehreigene Combat-Medic-Ausbildung adaptiert und erprobt wird.

Aber auch andere Ausbildungsphasen stehen im Fokus der Forschungsarbeit: In der Basisausbildung des Heeres führt das InstPrävMedBw zurzeit eine umfassende Befragung von Rekrutinnen und Rekruten durch, die Aufschluss über den Resilienztrainingsbedarf in diesem wichtigen ersten Ausbildungsabschnitt geben soll. Um den Einfluss von Resilienz auf die Leistungsfähigkeit von Soldatinnen und Soldaten zu ermitteln, entwickelte das Institut mit dem „Andernacher Inventar Militärischer Leistungsfähigkeit“ (AIM) eigens ein entsprechendes Testverfahren.

Dieses und eine Vielzahl anderer Messinstrumente kommen auch in einem weiteren aktuellen Forschungsprojekt zum Einsatz, das Resilienz und Leistung in militärischen Hochbelastungssituationen am Beispiel des Einzelkämpferlehrgangs untersucht. Anhand umfangreicher Messungen wird für jeden Lehrgangsteilnehmenden ein Resilienzprofil erstellt, das physische, psychologische und soldatische Leistungsaspekte umfasst. Ziel ist es zu prüfen, welchen Einfluss die einzelnen Leistungsaspekte auf das Bestehen dieses höchst anspruchsvollen Lehrgangs haben.

Neben eigenen Forschungsprojekten führt das InstPrävMedBw auch wissenschaftliche Begleitungen durch und unterstützt damit die Evaluation und das Qualitätsmanagement bereits bestehender bundesweit eigener Resilienzförderungsmaßnahmen.

Ein Überblick über die gesamte Forschungstätigkeit des Instituts findet sich in der kommenden November-Ausgabe der Wehrmedizinischen Monatsschrift.

Für die Verfasser

Regierungsdirektor Dr. Alexander Witzki
Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr
Leiter Fachbereich Psychische Leistungsfähigkeit
Aktienstraße 87, 56626 Andernach
E-Mail: InstPraevMedBwA3@bundeswehr.org

Aus dem Sanitätsdienst PDF

Habilitation von Oberstabsarzt Privatdozentin Dr. med. Simone Schüle für das Fachgebiet Radiologie an der Universität Ulm

Mit großer Freude gratuliert das Bundeswehrkrankenhaus Ulm Oberstabsarzt Privatdozentin Dr. med. Simone Schüle aus der hiesigen Klinik für Radiologie und Neuroradiologie zur erfolgreichen Habilitation im Fachgebiet Radiologie, die an der Universität Ulm am 5. Mai 2026 vollzogen wurde.

Mit ihrer Habilitationsschrift zum Thema „Niedrigdosisbildgebung in der Computertomographie – radiobiologische Grundlagenforschung und klinische Anwendung“ verbindet sie in besonderer Weise klinisch-radiologische Expertise mit radiobiologischer Forschung. Die Lehrbefugnis, die Venia legendi, erhielt sie mit ihrer Vorlesung „Lebensretter Schnittbild: Das geplante CT-Screening bei Lungenkrebs“, in der sie ein hochaktuelles und klinisch äußerst relevantes Thema aufgriff, das die Radiologie in den kommenden Jahren entscheidend mitprägen wird.

Die erfolgreiche Habilitation ist Ausdruck einer langjährigen und beeindruckenden wissenschaftlichen Tätigkeit. Wesentliche Teile dieser wissenschaftlichen Arbeiten entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Radiobiologie der Bundeswehr, München, an dem Frau Priv.-Doz. Dr. Schüle neben ihrer Tätigkeit am BwKrhs Ulm über mehrere Jahre hinweg wissenschaftlich tätig war. Besonders hervorzuheben sind ihre Arbeiten zu ­modernen Niedrigdosis-CT-Verfahren sowie zur biologischen Wirkung verschiedener CT-Techniken. So untersuchte sie unter anderem den Einfluss von Zinn­filter-Technologien auf strahleninduzierte Genexpression und DNA-Schäden sowie die Auswirkungen von Kontrastmitteln auf biologische Strahlenreaktionen. Auch ihre Beteiligung an aktuellen Arbeiten zur Dosisbelastung moderner photonenzählender CT-Systeme belegt ihre kontinuierliche wissenschaftliche Beschäftigung mit innovativen und patientenschonenden Bildgebungsverfahren.

Ebenso hervorzuheben ist die enge und erfolgreiche ­Zusammenarbeit mit der Radiologie der Universität Ulm unter der Leitung von Prof. Dr. Meinrad Beer. Diese ­Kooperation war wissenschaftlich außerordentlich fruchtbar und zeigt beispielhaft, wie gewinnbringend die Zusammenarbeit zwischen universitärer Medizin und unserem Bundeswehrkrankenhaus sein kann.

Diese herausragende Leistung von Oberstabsarzt Priv.-Doz. Dr. Schüle, die ihren militärischen Werdegang 2010 als SanOA am Standort Ulm begann und diesem, mit Ausnahme einer Verwendung am Institut für Radiobiologie der Bundeswehr in München, treu blieb, verdient besondere Anerkennung innerhalb der Bundeswehrmedizin: Sie gehört zu den wenigen habilitierten Sanitäts­offizierinnen der Bundeswehr und schafft den Spagat zwischen den Pflichten als Soldatin, Ärztin und Wissenschaftlerin. Ihre akademische Laufbahn, ihre wissenschaftliche Sichtbarkeit sowie ihr Engagement in Forschung, Lehre und Klinik machen sie zu einem wichtigen Vorbild für jüngere Kolleginnen und Kollegen.

Die Kolleginnen und Kollegen des BwKrhs Ulm gratulieren Priv.-Doz. Dr. Simone Schüle sehr herzlich zu diesem großartigen Erfolg und wir wünschen ihr weiterhin viel Freude, Erfolg und Inspiration für ihren weiteren wissenschaftlichen und klinischen Weg.

Generalarzt Prof. Dr. Benedikt Friemert
Kommandeur und Ärztlicher Direktor
Bundeswehrkrankenhaus Ulm

 

Zeitschriften
Wehrmedizinische Monatsschrift – Impressum/Datenschutz

Redaktion: Generalarzt a. D. Prof. Dr. med. Horst Peter Becker, MBA, Auf der Hardt 27, 56130 Bad Ems, Mobil +49 171 215 0901, E-Mail: hp.becker@cpm-verlag.de 

Herausgeber: Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, Integrierte Kommunikation/Fachinformations- und Medienarbeit im Auftrag des Befehlshabers des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Von-Kuhl-Straße 50, 56070 Koblenz, Telefon: +49 261 896 12300, E-Mail: KdoGesVersBwIKoFaM@bundeswehr.org 

Wissenschaftliche Beratung: Die Begutachtung von Original- und Übersichtsarbeiten sowie Kasuistiken im Rahmen des Peer-Review-Verfahrens erfolgt durch in dem Fachgebiet des jeweiligen Beitrags wissenschaftlich ausgewiesene Expertinnen und/oder Experten, die – dem Einzelfall entsprechend – in Abstimmung zwischen Redaktion und Herausgeber ausgewählt und beauftragt werden.

Verlag: cpm Verlag GmbH, Carl-Zeiss-Str. 5, 53340 Meckenheim, Telefon +49 2225 8889–0, E-Mail: info@cpm-verlag.de; Geschäftsleitung: Tobias Ehlke; Objektleitung: Peter Geschwill; Produktionsleitung: Thorsten Menzel.

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